Sophia Beli
Autorin


Wie mein Leben meine Bücher beeinflusst

Natürlich ist nicht jeder Protagonist ein Abbild von mir. Meine Figuren haben ihre eigenen Charaktere, ihre eigenen Macken und ihre ganz eigenen Geschichten. Aber wenn ich ehrlich bin, steckt in jedem Buch auch ein kleines Stück von mir.

Mein erstes Buch

Als ich 2014 mein erstes Buch schrieb, wählte ich ganz bewusst ein Thema, das ich kannte. Es war ein Liebesroman. Kein Milliardär, kein Luxusleben und keine Welt, in der ich mich selbst nie zu Hause fühlen würde.

Stattdessen erzählte ich die Geschichte einer Frau Ende zwanzig: Single, glückliche Tante und mitten im ganz normalen Leben. Sie verliebte sich bei einem beruflichen Termin, stellte sich dabei herrlich ungeschickt an – denn seien wir ehrlich: Ohne Missverständnisse wären viele Liebesromane ziemlich kurz – und litt furchtbar unter der Trennung.

Diesen Herzschmerz kennen vermutlich die meisten von uns.

Damals war das für mich ein sicherer Weg. Ich schrieb über Gefühle und Situationen, die ich nachvollziehen konnte. Vor allem aber liebte ich ihre Clique. Das ist bis heute etwas, das mir beim Schreiben unglaublich wichtig ist. Ich möchte mich zwischen meinen Figuren wohlfühlen. Vielleicht, weil Freundschaften auch in meinem eigenen Leben einen so hohen Stellenwert haben. Ich brauche meine Lieblingsmenschen einfach um mich herum.

Rückblickend erkenne ich, dass ich meine ersten Bücher ganz bewusst in einer Welt angesiedelt habe, mit der ich mich identifizieren konnte.

Mein erstes Fantasy-Buch

Auch mein erstes Fantasy-Buch – damals noch unter einem anderen Namen veröffentlicht – entstand aus etwas Persönlichem. Es handelte von Gestaltwandlern und entwickelte sich während eines Schreibcoachings.

Dieses Coaching hat mich als Autorin enorm weitergebracht. Zum ersten Mal lernte ich, Figuren und Geschichten wirklich in der Tiefe zu entwickeln. Das war eine völlig andere Herangehensweise als bei meinen bisherigen Büchern.

Ich war Feuer und Flamme für diese Geschichte. Mehrmals fragte ich meinen Coach, ob ich endlich mit dem Schreiben beginnen dürfte. Doch er wollte das Programm erst vollständig abschließen.

Rückblickend war das für mich persönlich die falsche Entscheidung. Nicht, weil das Coaching schlecht gewesen wäre – ganz im Gegenteil. Die späteren Aufgaben waren sinnvoll und wichtig. Aber während dieser Zeit verlor ich die emotionale Verbindung zu der Geschichte.

Und das tut mir bis heute leid. Denn ich halte sie noch immer für eine richtig gute Geschichte.

Meine Lieblingsmenschen sagen regelmäßig, ich solle sie unter Sophia Beli neu veröffentlichen, weil sie es verdient hat, gelesen zu werden.

Vielleicht werde ich das eines Tages tun. Aber nur, wenn ich auch bereit bin, die Reihe fortzuführen. Ich liebe Buchreihen einfach. Für mich fühlt es sich an, als würde ich alte Freunde wiedersehen.

Warum Gefühle mein Schreiben verändern

Inzwischen höre ich viel bewusster auf meine Gefühle.

Das bedeutet nicht, dass sie jede berufliche Entscheidung treffen. Aber sie helfen mir dabei zu erkennen, wann mir etwas Energie raubt – und wann etwas genau das Gegenteil bewirkt.

Ein Buch zu schreiben ist für mich ein sehr emotionaler Prozess. Deshalb sind meine Geschichten selten düster. Natürlich passieren traurige oder spannende Dinge. Aber zwischen Freunden und Familien soll immer auch Wärme, Geborgenheit und Freude spürbar sein.

Ich habe mich oft gefragt, warum das so ist.

Vielleicht, weil ich selbst lieber in einer positiven Stimmung schreibe. Vielleicht aber auch, weil Freude einfach zu meinem Wesen gehört. Ich lache gern, erzähle schlechte Witze und nehme mich selbst nicht allzu ernst. An manchen Tagen habe ich sogar das Gefühl, dass die Freude irgendwohin muss – und meine Bücher sind dafür das perfekte Ventil.

Der schönste Gedanke ist für mich, dass meine Geschichten vielleicht auch ein bisschen Freude in das Leben anderer Menschen bringen.

Das heißt natürlich nicht, dass alles, was meinen Figuren passiert, auch mir passiert ist. Geschichten dürfen erfunden sein. Sie dürfen übertreiben, überraschen und manchmal völlig verrückt sein.

Aber die Gefühle, die zwischen den Zeilen mitschwingen?

Die kommen oft direkt aus meinem Herzen.


Wie ist das bei dir? Hörst du auf deine Gefühle und nutzt sie als Wegweiser – oder verlässt du dich lieber auf den Kopf?


Zurückk zum Glitzer-Blog


Gefühle sind ein roter Faden, der sich durch mein Schreiben zieht. Hier geht es zu Viannas Geschichte, die eine Emotionshexe ist.

Viannas Geschichte


Gefühle sind unglaublich wichtig. Sie sind der Kompass, der uns durch die stürmische See namens Lebens lenken. Darum ist es auch so wichtig, dass du deine eigene Krafttankstelle findest. Hier ist mein Weg dorthin.

Krafttankstelle